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Der Verfall mehrerer Gebäude hinterließ eine große Lücke im ehemaligen Kern von Nyksund. An dieser Stelle entsteht nun eine Wohnanlage für temporäres Wohnen in Holzskelettbauweise. Sie richtet sich an Menschen, die eine Auszeit benötigen
– sei es aufgrund von Burnout, kreativer Arbeit oder einfach dem Wunsch, für eine Weile an einem besonderen Ort zu leben.
Die Neugestaltung des Steges und der angrenzenden Gebäude definieren den Raum und schaffen einen erlebbaren Platz mit urbaner Dichte. Dieser lädt zum Flanieren, Verweilen und Sitzen ein.
Er dient zugleich als Aufenthaltsbereich für die Gäste der Holmvik Brygge.
Seitlich des neu geschaffenen Platzes wird der Entwurf entlang der Flucht des hinteren Gebäudes
nach oben extrudiert. Durch eine gezielte Subtraktion des Bauvolumens entsteht eine umlaufende Durchwegung entlang des Steges. Auf zwei Ebenen werden dort Erschließungsgänge für die Wohnungen integriert. Zum Platz hin erhält das Gebäude eine ortstypische „falsche Fassade“, die den Freiraum visuell abschließt.
Der Turm bildet den markanten Hochpunkt des Ensembles, schafft eine optische Klammer und tritt in einen direkten Dialog mit anderen höheren Gebäuden des Hafens.
Die Wohnungen sind kompakt gestaltet und auf maximale räumliche Effizienz ausgelegt.
Ihre Grundrisse entwickeln sich um mehrere Speichermassen herum, die – ähnlich wie bei „Salen“ – in Form von Holzöfen ausgebildet sind. Die Einheiten erstrecken sich größtenteils über mehrere Stockwerke.
Die Dachschrägen werden als Galerien genutzt und bieten zusätzlichen Raum, beispielsweise für Schlafbereiche.
Der außenliegende Erschließungsgang dient als Zugang zu den oberen Wohnungen. Im Inneren staffeln sich die Wohneinheiten nach oben, wodurch in Kombination mit der südlichen Ausrichtung des Gebäudes eine tiefe Belichtung der Räume ermöglicht wird.
Galerie
Abb. 78
Gefüge der Körper
Abb. 66
Raumabschluss des Platzes
Abb. 77
Flucht entlang des Hafens
Abb. 70
Der Turm als räumliche Klammer des Ensembles